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African & Diaspora

Umbanda

Eine Synthese des 20. Jahrhunderts in Brasilien, in der spiritistische Mediumschaft, katholische Bildsprache und afrikanisch abgeleitete Geistgestalten in Nachbarschafts-Terreiros und öffentlichen Riten aufeinandertreffen.

1901 - PresentAmericas20th century CE

Quick Facts

Period
1901 - Present
Region
Americas
Key Figures
Joãozinho da Gomeia, Reginaldo Prandi, Rubens Saraceni +1 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Frühe mediumische Sitzungen in Niterói im Zusammenhang mit dem Aufkommen von Umbanda

**1908** — Um 1908 in Niterói (Bundesstaat Rio de Janeiro) werden eine Reihe von medienhaften Sitzungen, die die Inkarnationen von Caboclo- und Preto-Velho-Geistern beinhalteten und in späteren Berichten mit einem jungen Medium namens Zélio de Moraes in Verbindung gebracht werden, von Praktizierenden häufig als ein prägender Moment in der Entstehung von Umbanda zitiert.

Veröffentlichung von Allan Kardecs Das Buch der Geister

**1857** — Allan Kardecs Das Buch der Geister (1857) kodifizierte die Lehren des Spiritismus — einschließlich Reinkarnation und Mediumschaft — die eine wichtige intellektuelle und rituelle Ressource für viele Umbanda-Häuser werden sollten, obwohl Kardecs Buch der institutionellen Entstehung der Umbanda vorausging.

Verbreitung der Umbanda nach Rio und São Paulo

**1920s** — In den 1920er und 1930er Jahren verbreiteten sich Praktiken, die als Umbanda identifiziert werden, von Niterói nach Rio de Janeiro und São Paulo durch städtische Netzwerke, Straßenpredigten und Migration, was zur Gründung zahlreicher Nachbarschafts-Terreiros führte.

Medienaufmerksamkeit und öffentliche Kontroversen

**1940s** — Ab den 1940er Jahren brachten Zeitungen und Radioprogramme die Umbanda einer breiteren Öffentlichkeit näher, was sowohl Faszination als auch Kritik hervorrief und interne Debatten über Authentizität und öffentliche Präsentation unter den Praktizierenden anregte.

Bildung regionaler Umbanda-Vereinigungen

**1950s** — In mehreren brasilianischen Städten haben sich Dachverbände und -vereinigungen gebildet, um die Terreiros in zivilgesellschaftlichen Foren zu vertreten und die Rechte der Praktizierenden zu verteidigen, was eine zunehmende institutionelle Konsolidierung widerspiegelt.

Religiöses Leben unter der Militärdiktatur

**1964–1985** — Während der Militärdiktatur Brasiliens (1964–1985) verhandelten religiöse Minderheiten, einschließlich Praktizierender afro-brasilianischer Religionen, über Zensur, Polizeikontrollen und sich verändernde öffentliche Räume, während sie weiterhin ihr rituelles Leben aufrechterhielten; dieser Zeitraum prägte später das Eintreten für Religionsfreiheit.

Die brasilianische Verfassung garantiert die Religionsfreiheit.

**1988** — Die Verfassung Brasiliens von 1988 verankerte die Religionsfreiheit und die Nichtdiskriminierung und schuf einen nationalen rechtlichen Rahmen, der Umbanda-Terreiros schützte und öffentliche Ansprüche auf kulturelle und bürgerliche Anerkennung ermöglichte.

Wissenschaftliche Erweiterung und Ethnographien

**1990s** — Das akademische Interesse an Umbanda hat zugenommen, wobei ethnografische Monographien und Artikel lokale Ritualstile, Mediumschaft und die sozialen Rollen von terreiros im städtischen Leben dokumentieren.

Diaspora und transnationale Verbreitung

**2000s** — Umbanda-Terreiros entstanden in diasporischen Gemeinschaften, insbesondere in Portugal sowie in Teilen Europas und Nordamerikas, indem sie Rituale an neue rechtliche und soziale Kontexte anpassten und transnationale Netzwerke von Praktizierenden einbanden.

Volkszählung und statistische Aufmerksamkeit auf religiöse Identität

**2010** — Nationale Volkszählungen und Umfragen in Brasilien beinhalteten Kategorien, die Umbanda und afro-brasilianische religiöse Selbstidentifikation präziser erfassten, wodurch regionale Muster der Zugehörigkeit sichtbar wurden, aber auch die Schwierigkeit, Anhänger in einem dynamischen religiösen Markt zu messen.

Öffentliche Kontroversen und rechtliche Verteidigungen von Terreiros

**2010s** — Fälle von Vandalismus, Protest und Rechtsstreitigkeiten über Terreiro-Räume führten zu rechtlichen Verteidigungskampagnen und Solidaritätsaktionen, die die anhaltenden Herausforderungen religiöser Intoleranz und die Mobilisierung der Zivilgesellschaft zum Schutz der afro-brasilianischen Religionsrechte hervorhoben.

Digitale Plattformen und neue Formen der rituellen Übertragung

**2020s** — Die zunehmende Nutzung von Websites, sozialen Medien und livestreamed Sitzungen ermöglichte es Terreiros, über Entfernungen hinweg zu lehren, zu rekrutieren und Rituale durchzuführen, wodurch im 21. Jahrhundert neue Formen von Autorität und Praxis entstanden.

Sources

  • primary_text
    The Spirits' Book

    Allan Kardec (1857). Foundational Spiritist text influential in Umbanda's intellectual formation.

  • academic_book
    The African Religions of Brazil

    Roger Bastide. Classic sociological study that discusses Afro‑Brazilian religions and their urban transformations.

  • reference_article
    Umbanda and Afro‑Brazilian Religions in Brazil (entry)

    Encyclopaedia Britannica entry providing overview and historical notes.

  • academic_book
    Religiões afro‑brasileiras: o jogo da fé

    Reginaldo Prandi. Ethnographic and historical work on Afro‑Brazilian religions including Umbanda (Portuguese).

  • academic_essay
    Afro‑Brazilian Religions

    Anthology chapters and edited volumes on Candomblé and Umbanda discussing syncretism and urbanization.

  • academic_book
    Religion and Identity in Brazil

    Edited volume and journal articles addressing the interplay of Spiritism, Umbanda, and Catholicism in modern Brazil.

  • reference_book
    Encyclopedia of Religion (entry: Afro‑Brazilian religions / Umbanda)

    Standard reference providing scholarly summaries and bibliographies.

  • academic_journal
    Articles in the Journal of Latin American and Caribbean Anthropology

    Ethnographic articles on mediumship, terreiros, and the social role of Umbanda.

  • government_data
    Brazilian Census and religious affiliation reports (IBGE)

    National statistics that document self‑reported religious affiliation and provide time‑bound demographic data.

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