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Gründer der Religionswissenschaft (Wissenschaft des Geistes)Institute of Religious Science and School of Philosophy; Science of Mind movementUnited States

Ernest Holmes

1887 - 1960

Ernest Holmes (1887–1960) ist der Autor von The Science of Mind (erste Ausgabe, 1926) und der prägende Organisator der Bewegung, die oft als Religious Science oder Science of Mind bezeichnet wird. Holmes' Werk synthetisierte metaphysische Philosophie, westliche Esoterik und praktische Techniken zur spirituellen Transformation zu einem artikulierten philosophischen System. Er betonte universelle spirituelle Gesetze und die Fähigkeit des Individuums, sich durch affirmatives Denken, Visualisierung und Gebet mit diesen Gesetzen in Einklang zu bringen.

Holmes gründete das Institute of Religious Science und die School of Philosophy in Los Angeles und schuf damit ein Zentrum für die Ausbildung von Ministern, Publikationen und Vortragsarbeit. Sein Buch The Science of Mind wurde zu einem zentralen Text für Studierende in Programmen der Religious Science und für unabhängige Lehrer, die von seiner systematischen Darstellung metaphysischer Prinzipien angezogen wurden. Holmes' Sprache—die den Begriff "Universal Mind" verwendet und einen wissenschaftlichen Ansatz zur spirituellen Praxis befürwortet—bot sowohl ein metaphysisches Vokabular als auch ein pädagogisches Programm, das in Kursen und Seminaren gelehrt werden konnte.

Holmes' organisatorische Aktivitäten umfassten die Bildung von Netzwerken von Zentren und angeschlossenen Ministerien. Das institutionelle Modell, das er entwickelte, betonte die Ausbildung von Ministern, das lokale Gemeindeleben und die Verbreitung von gedruckten und aufgenommenen Lehren. Im späteren zwanzigsten Jahrhundert entwickelten sich diese organisatorischen Linien zu Körperschaften wie der Association of Religious Science Centers und, nach institutionellen Umstrukturierungen im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert, zu Formen, die allgemein unter dem Namen Centers for Spiritual Living bekannt sind. Holmes' Erben und organisatorische Nachfolger bewahrten seinen Fokus auf Ausbildung und auf das systematische Studium metaphysischer Prinzipien.

Wissenschaftler, die Holmes' Einfluss behandeln, verweisen auf seine Rolle bei der Gestaltung einer deutlich amerikanischen metaphysischen Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts, die Optimismus über das menschliche Potenzial mit einer quasi-therapeutischen Orientierung verband. Holmes' Rhetorik universeller Gesetze und praktischer Methoden antizipiert Aspekte späterer Selbsthilfe- und therapeutischer Bewegungen. Innerhalb der Gemeinschaft fungiert The Science of Mind weiterhin als grundlegendes Lehrbuch; außerhalb der Bewegung wird Holmes oft in Studien über amerikanische metaphysische Religionen als einer der Schlüssel-Systematiker zitiert, die disparate metaphysische Ideen in lehrbare Doktrinen und organisierte Praktiken umwandelten.

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