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Lakota Heiliger, zeremonieller Leiter und Befürworter indigener spiritueller PraktikenOglala Lakota; ceremonial and intertribal leadership linked to Native American Church contextsUnited States

Fools Crow (Makes Room)

1890 - 1989

Fools Crow (Lakota-Name, der oft ins Englische als "Fools Crow" übersetzt wird und von einigen Quellen als Makes Room gedeutet wird; geboren um 1890, gestorben 1989) war ein zeremonieller Führer der Oglala Lakota, dessen langes Leben und Wirken ihn zu einer weithin anerkannten Figur im lakotischen religiösen Leben und, in unterschiedlichem Maße, darüber hinaus machten. Er lebte in einer Zeit, als die bundesstaatliche Reservierungspolitik, Internatsschulen und missionarische Kampagnen sowie die Unterdrückung zeremonieller Praktiken starken Druck auf die religiösen Systeme der indigenen Völker der Prärie ausübten. In diesem Kontext wird Fools Crow von vielen Anhängern und Chronisten als Bewahrer und Übermittler traditioneller Lakota-Riten erinnert, und seine Biografie wird häufig in Studien zur religiösen Kontinuität und Veränderung der indigenen Völker im zwanzigsten Jahrhundert diskutiert.

Als ritueller Spezialist wird Fools Crow in mehreren ethnografischen und populären Berichten mit zentralen lakotischen Zeremonialformen in Verbindung gebracht, darunter der Sonnentanz, Schwitzhüttenpraktiken und andere Riten der Heilung und sozialen Erneuerung. Er wird auch allgemein berichtet, dass er sich mit der Native American Church und Peyote-Zeremonien beschäftigt hat, was ein breiteres Muster unter den Prärie-Völkern widerspiegelt, in dem neue oder pan-stämmische Praktiken neben älteren lokalen Traditionen integriert wurden. Anhänger und einige Wissenschaftler schreiben ihm zu, jüngere Führer zu betreuen und zu helfen, rituelle Protokolle aufrechtzuerhalten, zu einer Zeit, als viele Gemeinschaften daran arbeiteten, zeremoniales Wissen wiederzuerlangen oder anzupassen. Gleichzeitig warnen einige akademische Kommentatoren davor, kulturelle Kontinuität ausschließlich individuellen Figuren zuzuschreiben, und weisen darauf hin, dass gemeinschaftliche Netzwerke und kollektive Praktiken der Widerstandsfähigkeit im indigenen religiösen Leben zugrunde liegen.

Die öffentliche Sichtbarkeit von Fools Crow wurde durch Begegnungen mit nicht-indigenen Schriftstellern und Anthropologen verstärkt; John G. Neihardt und später ethnografische Forscher schlossen ihn in Erzählungen ein, die vielen nicht-indigenen Lesern Aspekte der lakotischen Spiritualität näherbrachten. Er trat auch bei intertribalen Versammlungen und öffentlichen Foren auf, wo er die Legitimität der indigenen religiösen Praxis artikulierte. In Reden und öffentlichen Auftritten, die ihm von Zeitgenossen und Reportern zugeschrieben werden, verteidigte er zeremonielle Lebensweisen und forderte Respekt für die religiösen Rechte der Indigenen. Beobachter platzieren seine öffentliche Rolle innerhalb einer breiteren historischen Bewegung in der Mitte bis späten des zwanzigsten Jahrhunderts, die in einem Wandel der bundesstaatlichen Einstellungen und rechtlichen Schutzmaßnahmen kulminierte – insbesondere mit der Verabschiedung und Umsetzung des American Indian Religious Freedom Act (1978) – obwohl die Einschätzungen darüber, inwieweit eine einzelne Person die formale Politik beeinflusste, variieren.

Die Wissenschaft betrachtet Fools Crow als einen facettenreichen religiösen Akteur: rituelle Autorität, kultureller Hüter, Mentor für jüngere Generationen und Gesprächspartner zwischen indigenen Gemeinschaften und der breiteren amerikanischen Gesellschaft. Sein Leben wird in der Religionswissenschaft und anthropologischen Literatur als Beispiel verwendet, um zu untersuchen, wie Älteste mit Modernität, rechtlichen Einschränkungen, intertribalem Austausch und den Bedürfnissen ihrer Gemeinschaften umgingen. Die Bewertungen seines Erbes variieren: Viele Lakota und andere indigene Völker betrachten ihn als wichtigen Übermittler zeremonialen Wissens; einige Wissenschaftler betonen die kollektive und sich entwickelnde Natur der Traditionen, die er praktizierte; Kritiker ethnografischer Darstellungen haben Bedenken geäußert, wie öffentliche Darstellungen komplexe religiöse Leben vereinfachen oder exotisieren können. Zusammen genommen platzieren diese Perspektiven Fools Crow an der Schnittstelle von Tradition und Anpassung in der indigenen Religionsgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.

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