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Verteidiger der Religionsfreiheit / Früher PastorEarly English Baptist congregation; advocate to King James IEngland

Thomas Helwys

1575 - 1616

Thomas Helwys (um 1575 geboren; um 1616 gestorben) nimmt einen zentralen Platz im Gedächtnis der Baptisten ein, da er die kirchliche Verpflichtung zur Unabhängigkeit der Gemeinden mit einer frühen und energischen Verteidigung der Religionsfreiheit verband. Helwys war ein Zeitgenosse von John Smyth: Beide Männer verbrachten Zeit unter englischen Separatisten in den Niederlanden und waren in der Amsterdamer Gemeinde aktiv, die mit der Gläubigentaufe verbunden war. Während Smyths spätere Bewegung manchmal als eine Hinwendung zum kontinentalen Anabaptismus interpretiert wird, kehrte Helwys nach England zurück und versuchte, ein unabhängiges baptistisches Zeugnis auf englischem Boden zu etablieren.

Helwys' schriftlicher Appell an die englische Monarchie—adressiert an König James I. und oft um das Jahr 1612 datiert—ist historisch wichtig, da er ein ausdrückliches Argument formuliert, dass zivile Herrscher das religiöse Gewissen nicht kontrollieren, zwingen oder beurteilen sollten. Diese Haltung war radikal in einer politischen Ordnung, in der die Vorherrschaft der Kirche von England rechtlich verankert war und Abweichungen bestraft werden konnten. Helwys' Text wird häufig in Geschichtsschreibungen zur Religionsfreiheit zitiert als eine der frühesten englischsprachigen Verteidigungen des Prinzips, dass der Staat keine Zwangsmacht über den individuellen Glauben ausüben sollte.

Nach seiner Rückkehr nach England sah sich Helwys Verfolgung ausgesetzt: Er wurde wegen seiner Überzeugungen inhaftiert, und Berichten zufolge starb er in oder kurz nach seiner Inhaftierung. Die Geschichte seiner Inhaftierung und seines Todes gab späteren Baptisten einen narrativen Fokus: die Kosten der Abweichung und die principielle Verteidigung des Gewissens. Helwys' Eintreten für die Gewissensfreiheit übersetzte sich nicht immer in einen einfachen Libertarismus in der späteren baptistischen Politik, aber seine Schriften bieten einen grundlegenden Bezugspunkt für denominationalen Ansprüche über die Trennung von Kirche und Staat.

Helwys trug auch zur frühen Bildung der Gemeindepraxis in England bei. Er half, eine der ersten baptistischen Gemeinden auf englischem Boden zu organisieren, und forderte die Idee, dass lokale Gemeinden ihre eigene Disziplin und Verwaltung ohne externe Einmischung bestimmen sollten. Sein Leben veranschaulicht somit zwei miteinander verbundene Stränge der frühen baptistischen Identität—kirchliche Autonomie und eine theologisch-politische Behauptung der Glaubensfreiheit—die in späteren Debatten innerhalb und außerhalb der baptistischen Gemeinschaften Widerhall finden würden.

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