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Indigenous

Australische Aborigines-Traditionen

Ein lebendiger, pluraler Satz indigener religiöser Traditionen, in dem das Dreaming—Ahnenrecht, Geschichte und Lied—die Beziehungen zu Land, Verwandtschaft und der moralischen Ordnung strukturiert.

Oceania

Quick Facts

Region
Oceania
Key Figures
David Unaipon, Eddie Koiki Mabo, Marcia Langton +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Die britische Kolonisation beginnt an der Sydney Cove.

**1788** — Die Ankunft der Ersten Flotte in Port Jackson im Jahr 1788 markiert den Beginn der nachhaltigen britischen Kolonisation der Ostküste Australiens. Für die indigenen Völker leitete dieses Ereignis Prozesse der Enteignung, der Einführung von Krankheiten und von Grenzkonflikten ein, die die traditionellen Lebensweisen und den rituellen Zugang zum Land dramatisch veränderten.

Massaker von Myall Creek und seine rechtlichen Folgen

**1838-12-28** — Das Massaker von Myall Creek (Juni 1838) und die anschließenden Prozesse wurden zu einem frühen und umstrittenen rechtlichen Moment in der kolonialen Grenzjustiz, das sowohl die Gewalt der Enteignung als auch die aufkommenden kolonialen rechtlichen Reaktionen auf Grenzmorde veranschaulichte. Die Prozesse hatten bedeutende lokale und nationale Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Siedlern und Indigenen.

Tag der Trauer Protest

**1938-01-26** — Anlässlich des 150. Jahrestages der britischen Besiedlung veranstaltete eine Delegation von Aboriginal-Führern einen Trauertag in Sydney, um gegen die Enteignung zu protestieren und für Bürgerrechte zu plädieren. Der Protest wird häufig als prägende nationale politische Erklärung von indigenen Aktivisten angeführt.

Wave Hill Walk-Off

**1966** — 1966 initiierten Gurindji-Arbeiter unter der Leitung von Vincent Lingiari einen Streik und verließen die Wave Hill Rinderstation im Northern Territory, eine Arbeitsaktion, die sich zu einem Anspruch auf Landrechte entwickelte und über Jahre andauerte, wodurch sie zu einem Meilenstein in der Landrechtsbewegung wurde.

1967 Verfassungsreferendum

**1967-05-27** — In einem nationalen Referendum stimmten die Australier überwältigend für eine Änderung der Verfassung, um dem Commonwealth zu erlauben, Gesetze für indigene Völker zu erlassen und sie in die Bevölkerungszählungen einzubeziehen; das Referendum stellte einen symbolischen Wendepunkt in der nationalen Politik und im öffentlichen Bewusstsein dar.

Gründung der Aborigines-Zeltbotschaft

**1972-02-27** — Auf den Rasenflächen des Parlamentsgebäudes in Canberra errichteten indigene Aktivisten die Aborigines-Zeltbotschaft als Protestort, um Souveränität zu beanspruchen und Landrechte zu fordern; sie wurde zu einem dauerhaften Symbol für die politische Aktivität der Indigenen in Australien.

Gründung der Papunya Tula Künstlerbewegung

**1972** — Künstler in Papunya im zentralen Wüstengebiet begannen, rituelle Muster auf Holztafeln und Leinwänden zu malen, was eine bedeutende zeitgenössische Kunstbewegung einleitete, die Traumdarstellungen in öffentliche Galerien und Märkte brachte und gleichzeitig Debatten über die öffentliche Darstellung zeremonieller Designs anregte.

Aborigines Land Rights (Northern Territory) Act 1976

**1976-12-16** — Das australische Parlament verabschiedete das Aboriginal Land Rights (Northern Territory) Act, das einen gesetzlichen Rahmen für indigene Landansprüche im Northern Territory schafft und die Einrichtung von Landräten ermöglicht, die die traditionellen Eigentümer vertreten.

Rückgabe von Uluru an die Anangu

**1985-10-26** — In einem wegweisenden Transfer gab die australische Regierung formell den Titel an Uluru (Ayers Rock) und das umliegende Land an das Volk der Anangu zurück; die Rückgabe ermöglichte eine erneuerte lokale Aufsicht über Zeremonien und das Landmanagement.

Mabo-Entscheidung, Oberster Gerichtshof von Australien

**1992-06-03** — Im Fall Mabo v Queensland (No 2) [1992] erkannte der Oberste Gerichtshof an, dass das indigene Eigentum im australischen Recht existieren könnte, wies das Konzept des terra nullius zurück und schuf eine juristische Grundlage für die Anerkennung traditioneller Verbindungen zu Land.

Gesetz über das Native Title von 1993 verabschiedet

**1993-12-01** — Nach der Mabo-Entscheidung verabschiedete das australische Parlament das Native Title Act 1993, um einen gesetzlichen Mechanismus für die Einreichung von Ansprüchen auf das indigene Eigentum und für die Mediation von Ansprüchen mit Viehweiden und anderen Interessen zu schaffen.

Entschuldigung an die indigenen Völker Australiens

**2008-02-13** — Im Jahr 2008 gab das australische Parlament eine formelle Entschuldigung an die Stolen Generations – indigene Kinder, die gewaltsam von ihren Familien getrennt wurden – heraus, ein Ereignis, das eine nationale Anerkennung historischer Ungerechtigkeiten darstellte und kulturelle sowie symbolische Bedeutung für fortlaufende Prozesse der Versöhnung und kulturellen Wiederherstellung hatte.

Sources

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