The Creed ArchiveThe Creed Archive
Back to Home
Jainism

Jainismus — Digambara

Eine Tradition radikalen Verzichts und doktrinärer Strenge innerhalb des Jainismus, Digambara artikuliert einen 'himmlischen' Weg, in dem Nicht-Besitz und asketische Einsamkeit als der sicherste Pfad zur Befreiung der Seele dargestellt werden.

Asia1st millennium BCE

Quick Facts

Region
Asia
Key Figures
Ācārya Śāntisāgar, Ācārya Vidyāsāgar, Kundakunda +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Das Leben und die Lehren von Mahāvīra (Traditioneller Bericht)

**6th century BCE (traditional)** — Laut der jainistischen Tradition lebte und lehrte Mahāvīra (Vardhamāna) in der Region Vaishali und erlangte im 6. Jahrhundert v. Chr. Allwissenheit und Nirvana; seine Entsagung und Lehren bilden die grundlegende Erzählung für nachfolgende jainistische Gemeinschaften, einschließlich der Digambara. Die historische Wissenschaft akzeptiert die Existenz eines frühen Lehrers im ersten Jahrtausend v. Chr., während die genaue Chronologie und die Bildung späterer Institutionen debattiert werden.

Entstehung unterschiedlicher Digambara-Texttraditionen

**1st–3rd century CE** — Wissenschaftler datieren die Komposition und Kompilierung früher Werke, die für die Digambara-Exegese wichtig sind, einschließlich der Schichten des Shatkhandagama-Korpus und seiner Kommentare, auf die frühen Jahrhunderte der Gemeinen Ära; diese Texte spielen eine prägende Rolle bei der Formulierung der doktrinären Positionen der Digambara.

Umasvami (Umaswati) und die Tattvārtha Sūtra

**c. 2nd century CE** — Die Tattvārtha Sūtra, die Umasvami (auch Umaswati genannt) zugeschrieben wird, tritt als systematische Darstellung der Jain-Metaphysik hervor, die von verschiedenen Sekten weitgehend akzeptiert wird; Gelehrte datieren ihre Entstehung häufig in die frühen Jahrhunderte der CE, was sie zu einem Schlüsseltext für den vergleichenden doktrinären Studien macht.

Errichtung der Gomateshwara (Bahubali) Statue in Shravanabelagola

**981** — Eine monumentale Granitstatue von Bahubali wurde 981 n. Chr. unter der Schirmherrschaft der Ganga-Dynastie in Shravanabelagola, Karnataka, errichtet; sie wurde zu einem dauerhaften Pilgerzentrum und einem zentralen Punkt für das devotionele und gemeinschaftliche Leben der Digambara.

Wachstum regionaler Digambara-Tempelzentren und Patronage

**Medieval period (9th–13th centuries)** — Der Handel und die königliche Patronage in Regionen wie Gujarat, Rajasthan und Karnataka unterstützten den Bau von Tempelanlagen, die Pflege von Manuskripttraditionen und die Institutionalisierung von Klöstern, wodurch die regionale Infrastruktur für die Digambara-Praxis geschaffen wurde.

Fortsetzung und lokale Konsolidierung monastischer Linien

**Early modern period (16th–18th centuries)** — Lokale monastische Linien und Tempeltrusts bewahrten die Digambara-Praxis in sich verändernden politischen Kontexten, indem sie Manuskripte und devotionalen Traditionen bewahrten, selbst als sich die Patronatsmuster unter verschiedenen regionalen Herrschaften verschoben.

Monastische Wiederbelebung unter Ācārya Śāntisāgar

**Early 20th century (circa 1920s–1930s)** — Die wandernde Mission von Ācārya Śāntisāgar und sein Schwerpunkt auf der Wiederherstellung strenger mendikantischer Disziplin katalysierten eine Wiederbelebung des klassischen Digambara-Mönchtums in Teilen Nord- und Zentralindiens; sein Wirken belebte die monastischen Linien und erneuerte die Unterstützung durch Laien.

Moderne Institutionalisierung und wissenschaftliche Auseinandersetzung

**Mid‑20th century onward** — Die Verbreitung von Stiftungen, Verlagen, akademischen Studien und Projekten zur Restaurierung von Tempeln hat den Zugang zu Digambara-Texten und -Praktiken erweitert; diese institutionelle Entwicklung hat sowohl die interne Bildung als auch das externe wissenschaftliche Engagement gefördert.

Indische Nationalen Volkszählungsunterlagen Jain Bevölkerung

**2011** — Die indische Volkszählung von 2011 erfasste die Jain-Bevölkerung mit etwa 4–5 Millionen, was einen demografischen Maßstab für Diskussionen über Jain-Gemeinschaften, einschließlich der Digambara-Konstituenten, bietet; solche Zahlen werden vergleichend in akademischen und politischen Kontexten verwendet.

Mahamastakabhisheka-Zeremonie in Shravanabelagola (Jüngster Zyklus)

**2018** — Die großangelegte Salbung Zeremonie für die Gomateshwara-Statue in Shravanabelagola—ein Ereignis, das in mehrjährigen Abständen stattfindet—zog eine breite Teilnahme an und verdeutlichte die anhaltende rituelle Zentralität wichtiger Digambara-Wallfahrtsorte im zeitgenössischen devotionalen Leben.

Zeitgenössische Debatten über Geschlecht, Weihe und Sallekhana

**Late 20th–early 21st century** — Öffentliche und interne Debatten über die weibliche Ordination, den moralischen Status von Ritualen wie Sallekhana und die Interpretation klassischer geschlechtsspezifischer doktrinärer Positionen sind sowohl in wissenschaftlichen als auch in gemeinschaftlichen Foren prominent geworden und spiegeln die Wechselwirkung von Tradition und modernen Normen wider.

Diasporische institutionelle Entwicklung

**Early 21st century** — Digambara-Gemeinschaften außerhalb Indiens haben Tempel, Studiengruppen und Jugendorganisationen gegründet, die klassische Praktiken in diasporischen Kontexten übersetzen und damit die Globalisierung institutioneller Unterstützung und die Anpassungsfähigkeit von Ritualformen belegen.

Sources

  • academic_book
    The Jains

    Paul Dundas (2002). A widely cited scholarly treatment of Jain history, doctrine and society with discussion of sectarian development.

  • academic_book
    The Jaina Path of Purification

    Padmanabh S. Jaini (1991). A detailed study of early Jain doctrines and texts relevant to Digambara and Śvetāmbara traditions.

  • academic_book
    Jainism: A Guide for the Perplexed

    Jeffrey D. Long (2009). Accessible introduction that covers major Jain doctrines and sectarian distinctions.

  • primary_text_translation
    The Samayasāra of Kundakunda

    Translations and commentaries of Kundakunda’s key texts are central to understanding Digambara philosophical thought.

  • reference_entry
    Encyclopaedia Britannica — Jainism

    General reference entry providing an overview of Jain history, beliefs and major sects.

  • academic_essay
    Jaina Scriptures and Their Study

    Collections such as edited volumes on Jain scriptures examine textual transmission, including Digambara manuscript traditions (see works by Dundas and others).

  • academic_book
    Jaina Iconography and Temple Architecture

    Studies of major Digambara sites (for example, Shravanabelagola and its 981 CE Gomateshwara statue) and their inscriptional records provide material historical evidence.

  • academic_collection
    Studies in Jainism and Indian Philosophy

    Edited collections and journal articles by specialists (including Christopher Key Chapple, Kristi L. Wiley, and others) explore doctrinal, ritual and historical issues.

  • reference_chapter
    Cambridge Companion and Oxford Handbooks (selected chapters on Jainism)

    Handbook chapters provide thematic overviews of Jain philosophy, ethics and sectarian history used in comparative religious‑studies scholarship.

Explore Related Archives

The creeds documented here connect to the broader record. Explore the context through our sister archives.