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Islam

Ibadi Islam

Eine frühe, eigenständige Schule des Islam, die historisch in Oman und Teilen Nordafrikas verankert ist, bewahrt der Ibadi-Islam ein gemeinschaftszentriertes Modell religiöser Autorität und Gesetzgebung, das seine Wurzeln im prägenden Jahrhundert des Islam hat.

601 - PresentMiddle East7th century CE

Quick Facts

Period
601 - Present
Region
Middle East
Key Figures
Abd al-Rahman ibn Rustam, Azzan bin Qais, Jabir ibn Zayd +1 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Prägende Debatten in Basra und Arabien

**7th century** — Theologische und juristische Debatten im späten siebten Jahrhundert im Irak (Basra) und auf der Arabischen Halbinsel bieten den Kontext, in dem sich frühe ibaditische rechtliche und theologische Tendenzen zu formieren beginnen; diese Debatten betrafen Fragen zu Führung, Sünde und Gemeinschaft, die sich in späterer ibaditischer Lehre widerspiegeln.

Tod von Jabir ibn Zayd

**c. 711** — Das konventionelle Todesdatum von Jabir ibn Zayd (ca. 711) markiert den Tod eines prägenden Lehrers, dessen Überlieferungen grundlegend für die späteren ibaditischen Hadithe und die Jurisprudenz sind; sein Erbe wird wiederholt in ibaditischen Rechtsketten zitiert.

Gründung des Rustamid-Imamats in Tahert

**c. 776** — Ein Rustamid-Staat wird im zentralen Maghreb gegründet, mit seiner Hauptstadt in Tahert (nahe dem heutigen Tiaret, Algerien), und bietet ein frühes und dokumentiertes Beispiel für die ibaditische Gemeinschaftsregierung, die bis ins frühe zehnte Jahrhundert anhält.

Fall des Rustamidischen Staates

**909** — Das Rustamid-Imamat in Tahert wird im Zuge größerer politischer Umwälzungen in Nordafrika gestürzt; sein Fall zerstreut die ibaditischen Gemeinschaften und verändert die religiös-politische Landschaft der Region.

Wahl von Nasir bin Murshid zum Imam von Oman

**1624** — Nasir bin Murshid al-Yarubi wird zum Imam in Oman gewählt, was den Beginn der Yaruba-Bemühungen markiert, die innere Kontrolle zu konsolidieren und später den omanischen Einfluss über den Indischen Ozean auszuweiten.

Omanische Expansion an der Swahili-Küste (Konsolidierung im frühen 19. Jahrhundert)

**1840** — Im frühen neunzehnten Jahrhundert festigten sich die politischen und kommerziellen Interessen Omans an der Swahili-Küste, insbesondere auf Sansibar und Pemba; diese Entwicklungen schufen dauerhafte soziale und religiöse Verbindungen zwischen Oman und Ostafrika.

Tod von Azzan bin Qais und politische Neuordnung

**1871** — Der Tod von Imam Azzan bin Qais (1871) folgt auf gewaltsame Konflikte zwischen den Anhängern des inneren Imamat und den sultanischen Kräften an der Küste, was die Spannungen zwischen der traditionellen ibaditischen Imamatregierung und der Zentralisierung des Sultanats unter dem Einfluss ausländischer Mächte verdeutlicht.

Vertrag von Seeb

**1920** — Der Vertrag von Seeb von 1920 formalisiert ein gewisses Maß an Autonomie für die inneren omanischen Regionen (das Imamat) im Verhältnis zum Küstensultanat und schafft eine politische Regelung, die die spätere omanische Geschichte und das ibaditische Gemeinschaftsgedächtnis prägt.

Zanzibar-Revolution

**1964** — Die Revolution von 1964 in Sansibar stürzt das von Oman beeinflusste Sultanat und strukturiert das politische Leben in Ostafrika neu, mit erheblichen sozialen Konsequenzen für Gemeinschaften omanischer Abstammung und für historische Ibadi-Netzwerke auf den Inseln.

Politische Transformation im Oman

**1970** — Ein entscheidender politischer Wandel im Oman im Jahr 1970 markiert den Beginn einer intensiven Phase der Modernisierung und Zentralisierung, die die ibaditischen Institutionen beeinflusst, indem sie das religiöse Leben in nationale Rahmenbedingungen und Entwicklungspläne integriert.

M'zab-Tal als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen

**1982** — Die Inschrift des M’zab-Tals erkennt die einzigartige städtische und religiöse Kultur einer langjährigen ibaditischen Gemeinschaft an und lenkt internationale Aufmerksamkeit auf ihre volkstümliche Architektur und soziale Organisation.

Digitalisierung und wissenschaftliche Wiederbelebung

**Early 21st century** — Wissenschaftler, Bibliotheken und lokale Institutionen starten Projekte zur Katalogisierung, Digitalisierung und Übersetzung ibaditischer Manuskripte und juristischer Texte, um den Zugang zu erweitern und ein erneuertes akademisches sowie gemeinschaftliches Engagement mit dem schriftlichen Erbe der Tradition zu fördern.

Sources

  • encyclopedia
    Encyclopaedia of Islam, 2nd Edition, s.v. "Ibadīyya"

    Authoritative reference article surveying history, doctrine, and geography of Ibadi Islam.

  • academic_book
    A History of Modern Oman

    Paul Dresch (Cambridge University Press, 2000) — provides political and social history of Oman, including Ibadi institutions.

  • academic_book
    Oman: A Short History

    J. E. Peterson (2004) — compact history useful for Omani political-religious developments.

  • academic_article_collection
    Ibadi Theology and Jurisprudence (selected studies)

    Scholarly essays and translations exploring Ibadi legal texts and theological positions (see works by J. C. Wilkinson and others).

  • primary_text
    The Qur'an: A Primary Source

    Central scripture for all Muslim traditions, including Ibadi Islam.

  • encyclopedia
    Encyclopaedia Britannica, s.v. "Ibadi"

    Accessible overview of Ibadi history and present distribution.

  • academic_article
    The Rustamid Imamate and Early Islamic North Africa

    Articles in journals of Islamic and North African history addressing the Rustamid polity and its significance.

  • academic_book
    Studies on the M'zab Valley and Ibadi Communities

    Monographs and anthropological studies documenting the urban and communal life of the M'zab.

  • academic_book
    The Cambridge History of Islam

    Contains chapters on sectarian developments and regional histories relevant to Ibadi emergence.

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