ISKCON (Hare Krishna)
Eine moderne globale Bewegung, die die Gaudiya-Vaishnava-Verehrung aus Bengalen in eine weltweite institutionelle Form transplantierte und popularisierte, bekannt für öffentliches Singen, Tempelverehrung und die großangelegte Veröffentlichung von devotionalen Texten.
Quick Facts
- Period
- 1966 - Present
- Region
- Asia
- Key Figures
- A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura, Bhaktivinoda Thakur +2 more
Key Figures
A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada
Founder
ISKCON (International Society for Krishna Consciousness)A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada (geboren als Abhay Charan De im Jahr 1896) ist die zentrale Gründerfigur der Intern...
Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura
Theologian / Revivalist
Gaudiya Math (predecessor movement to ISKCON)Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura (geboren als Bimala Prasad Dutta im Jahr 1874) war ein entscheidender Reformer und Ins...
Bhaktivinoda Thakur
Reformer / Writer
Gaudiya Vaishnava revival movementBhaktivinoda Thakur (geboren als Kedarnath Datta im Jahr 1838) wird von Gaudiya Vaishnavas und Historikern weithin als e...
Kīrtanānanda Swami (Bhaktipada)
Early Leader / Controversial Figure
ISKCON (early disciple); later leader of a separate communityKīrtanānanda Swami (geboren 1937) war ein früher westlicher Schüler von A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, dessen Kar...
Satsvarūpa dāsa Goswami
Early Disciple / Author
ISKCON / disciple-authorSatsvarūpa dāsa Goswami (geboren 1939) ist einer der frühesten westlichen Schüler von A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupa...
The Story
This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.
Ursprünge und Gründung
Wenn man die Ursprünge von ISKCON nachverfolgt, laufen zwei Stränge zusammen: der ältere historische Verlauf des Gaudiya Vaishnavismus, der im sechzehnten Jahrh...
Glaubensvorstellungen und Weltanschauung
Der doktrinale Kern von ISKCON ist in den theologischen Idiomen des Gaudiya Vaishnavismus verankert, einer Bhakti-Tradition (devotionalen Tradition), die sich a...
Praxis und rituelles Leben
Das rituelle Leben von ISKCON kombiniert tägliche Tempelverehrung, öffentliches gemeinschaftliches Singen, saisonale Feste und gemeinschaftliche Praktiken wie d...
Autorität und Übertragung
Die Autorität in ISKCON wird durch doktrinäre Ansprüche der disciplic succession (paramparā), institutionelle Mechanismen, die nach dem Tod des Gründers entwick...
Die Tradition heute
ISKCON bleibt eine sichtbare, diversifizierte Präsenz in den globalen Landschaften des Hinduismus und neuer religiöser Bewegungen. Bis Anfang der 2020er Jahre b...
Timeline
Geburt von Caitanya Mahaprabhu
**1486** — Caitanya Mahaprabhu, traditionell auf das Jahr 1486 datiert, wird innerhalb des Gaudiya Vaishnavismus als der Gründungsheilige angesehen, dessen Lehren und ekstatische bhakti-kirtan die theologischen und devotionalen Grundlagen bilden, aus denen später Gaudiya-Bewegungen hervorgehen. Sein Leben im östlichen Bengalen etablierte den theologischen Fokus auf Krishna als das Objekt intensiver devotionaler Liebe.
Geburt von Bhaktivinoda Thakur
**1838** — Bhaktivinoda Thakur (geboren 1838) initiierte ein Programm zur Textwiederentdeckung, wissenschaftlichen Bearbeitung und devotionalen Schriftstellerei, das das Interesse an der Gaudiya-Theologie wiederbelebte und den Boden für institutionelle Reformen im zwanzigsten Jahrhundert bereitete.
Geburt von Bhaktisiddhanta Sarasvati
**1874** — Bhaktisiddhanta Sarasvati (geboren 1874) organisierte die Gaudiya Math und förderte eine disziplinierte Missionsstrategie, Publikationsaktivitäten und die Ausbildung von Lehrern, die später das institutionelle Modell von ISKCON beeinflussten.
Tod von Bhaktisiddhanta Sarasvati
**1937** — Der Tod von Bhaktisiddhanta im Jahr 1937 führte zu einer organisatorischen Fragmentierung der Gaudiya Math, hinterließ jedoch ein Erbe aus Texten, Zeitschriften und reformistischen Ideen, die später die Gaudiya-Revivialisten des zwanzigsten Jahrhunderts prägten.
Prabhupadas Ankunft in New York
**1965-09** — A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada kam 1965 in New York City an und begann mit öffentlichem Sankirtan, Buchverteilung und Tempelarbeit, die zur formellen Gründung von ISKCON im folgenden Jahr führten.
Formelle Gründung von ISKCON
**1966** — Die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein wurde 1966 rechtlich in New York eingetragen; dieses Jahr markiert die offizielle Gründung von ISKCON als eine globale Missionsgesellschaft, die in der Gaudiya Vaishnava-Theologie verwurzelt ist.
Frühe Ratha Yatra und öffentliche Sankirtan im Westen
**1967** — In den späten 1960er Jahren begann ISKCON, öffentliche Ratha Yatra-Prozessionen und großangelegte öffentliche Gesangsveranstaltungen in Städten wie New York und London durchzuführen, wodurch die devotionalen Praktiken in westlichen öffentlichen Räumen stark sichtbar wurden.
Bildung der Governing Body Commission (GBC)
**1970** — Prabhupada gründete 1970 den GBC, um eine globale administrative Aufsicht für ISKCON zu gewährleisten; der GBC wurde später die Hauptinstitutionelle Autorität nach Prabhupadas Tod.
Tod von A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada
**1977** — Der Tod von Prabhupada im Jahr 1977 führte zu drängenden Fragen der Nachfolge und Governance, die interne Debatten, das Aufkommen von zonalen Führungsmodellen und später institutionelle Reformen zur Folge hatten.
Erweiterung der Lebensmittelverteilung und Sozialprogramme
**1970s** — In den 1970er Jahren entwickelte ISKCON organisierte soziale Outreach-Programme, einschließlich der großangelegten Verteilung von Prasadam und dem Food for Life-Programm, das ritualisierte Essensdienste mit öffentlichem humanitärem Engagement verband.
Kontroversen und institutionelle Reformen
**1980s-1990s** — Die Bewegung erlebte interne Kontroversen – über Führung, rechtliche Auseinandersetzungen und Vorwürfe von Fehlverhalten –, die Reformbemühungen anstießen, die in den folgenden Jahrzehnten auf eine größere Verantwortlichkeit und transparente Governance abzielten.
Digitale Medien, globale Feste und institutionelle Diversifizierung
**2000s–2010s** — ISKCON hat zunehmend digitale Publikationen, Live-Übertragungen von Festen, erweiterte Pilgerzentren wie Mayapur in Westbengalen und ein diversifiziertes Programm, das auf Bildung, soziale Dienste und interkulturelle Kontakte ausgerichtet ist, angenommen.
Sources
- primary_textBhagavad-gītā As It Is
English translation and commentary by A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, widely used in ISKCON practice.
- primary_textŚrīmad Bhāgavatam
Classical Vaishnava scripture (Bhāgavata Purāṇa) central to Gaudiya theology and to ISKCON’s doctrinal corpus.
- academic_bookEdwin F. Bryant, Krishna: A Sourcebook
Scholarly collection and commentary providing historical and textual context for Krishna traditions including Gaudiya Vaishnavism (Oxford University Press, 2007).
- reference_entryEncyclopaedia Britannica, entry on the International Society for Krishna Consciousness (ISKCON)
Concise encyclopedic overview of ISKCON’s history and public presence.
- reference_bookJ. Gordon Melton, Encyclopedia of American Religions
Contains entries on new religious movements in North America, including ISKCON; useful for historical and demographic context.
- primary_textA. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, Selected Writings and Lectures
Collected lectures and letters that illustrate Prabhupada’s teachings and organizational directives.
- academic_edited_volumeJan M. Brzezinski (ed.), The Hare Krishna Movement: Forty Years of International Society for Krishna Consciousness
Edited volume surveying ISKCON’s development, public activities, and scholarly assessments (selected essays cover institutional history and social impact).
- academic_journalStudies in Contemporary Religion and New Religious Movements (various authors)
Peer-reviewed articles addressing ISKCON’s social history, controversies, and contemporary dynamics.
- academic_referenceRoutledge Handbook of Contemporary India (selected chapters on Hindu reform and diaspora)
Contextual material on modern Hindu movements, diaspora religion, and institutional reform relevant to ISKCON studies.
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