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Iranian / Gnostic

Jezidismus

Eine eng verbundene kurdische Ethnoreligion, die sich um die Figur von Sheikh Adi und den verehrten Pfauenengel dreht, ist der Yezidismus, ein lebendiger gemeinschaftlicher Glaube, der durch Rituale, Abstammung und eine lange Geschichte der Marginalisierung geprägt ist.

1101 - PresentMiddle East12th century CE

Quick Facts

Period
1101 - Present
Region
Middle East
Key Figures
Khurto Hajji Ismail, Mir Tahsin Beg, Nadia Murad +1 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Konventionelles Geburtsdatum von Sheikh Adi ibn Musafir (traditionelle Berichte)

**1073** — Traditionelle jesidische Erzählungen und einige Sufi-Biografien datieren die Geburt von Sheikh Adi ins späte 11. Jahrhundert; die Anhänger betrachten sein Leben als grundlegend für die heilige Geographie der Gemeinschaft. Historiker verwenden den Zeitraum vom 11. bis zum 12. Jahrhundert als plausiblen Horizont für die Aktivitäten von Sheikh Adi und für die Konsolidierung eines eigenständigen Andachtszentrums in Lalish.

Tod von Sheikh Adi ibn Musafir (konventionelles Datum)

**1162** — Der Tod von Scheich Adi wird konventionell auf das Jahr 1162 n. Chr. datiert. Sein Grab in Lalish wurde zu einem dauerhaften Pilgerort und einem zentralen Ort für die Bildung der jesidischen Identität und des rituellen Lebens; Historiker markieren diesen Zeitraum als zentral für die mittelalterliche Konsolidierung der Religion.

Mittelalterliche bis frühneuzeitliche Konsolidierung

**13th–17th century** — Im Laufe dieser Jahrhunderte formierten sich lokale Linien, der Schrein-Komplex in Lalish und rituelle Ämter wie Scheichs und Pirs zu klarer erkennbaren gemeinschaftlichen Institutionen. Osmanische Verwaltungsunterlagen und Reiseberichte beginnen, die Eigenart der Gruppe in regionalen Registern zu erwähnen.

Episoden von Verfolgung und Stammeskonflikten

**19th century** — Im 19. Jahrhundert wurden mehrere Episoden aufgezeichnet, in denen jesidische Gemeinschaften tribalem Angriffen, erzwungenen Migrationen und dem Druck zentralisierender osmanischer Politiken ausgesetzt waren, was zu Mustern von Verwundbarkeit und Zerstreuung führte, die die modernen gemeinschaftlichen Grenzen prägten.

Inklusion innerhalb moderner Nationalstaatenrahmen

**Early 20th century (post-World War I)** — Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches sahen sich die Jesidenpopulationen den administrativen, rechtlichen und politischen Regimen neu gebildeter Staaten (insbesondere Irak und benachbarte Länder) ausgesetzt, was neue Dynamiken des Minderheitenstatus und der Staatsbürgerschaft hervorrief.

Institutionelle Kontinuität und sich verändernde soziale Bedingungen

**Mid-20th century** — Im Laufe des mittleren 20. Jahrhunderts behielten die yezidischen Ritualfamilien ihre Autorität, während die Gemeinschaften sich mit Landreformen, Migration in städtische Zentren und sich verändernden regionalen Politiken auseinandersetzten; diese Veränderungen bereiteten den Boden für die spätere Entstehung der Diaspora.

Öffentliche Anerkennung eines zeitgenössischen Baba Sheikh

**2007** — Lokale und internationale Berichte aus den 2000er Jahren dokumentieren die rituelle Anerkennung eines Baba Sheikh als herausragenden spirituellen Amtsträger; das Amt wurde im darauffolgenden Jahrzehnt besonders sichtbar in Krisen- und Rehabilitationsmomenten.

ISIS-Angriff auf Sinjar und massenhafte Vertreibung

**2014** — Die Einnahme von Sinjar durch ISIS-Truppen im Jahr 2014 führte zu massiven Tötungen, Entführungen und der erzwungenen Vertreibung von Zehntausenden von Jesiden. Die humanitäre Krise zog internationale Aufmerksamkeit auf sich und katalysierte Advocacy- und rechtliche Bemühungen zugunsten der Überlebenden.

UN und internationale Ermittlungen zu Verbrechen gegen Jesiden

**2016** — Internationale Organisationen, einschließlich einer UN-Untersuchungskommission, dokumentierten Missbräuche gegen Jesiden, einschließlich Massenmorde und sexueller Sklaverei; diese Untersuchungen betrachteten die Ereignisse als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und in mehreren nationalen Rechtsordnungen als Völkermord oder völkermordähnliche Handlungen.

Rekonstruktion, Rückkehr und Diaspora-Mobilisierung

**2016–2020s** — Nach der Gewaltperiode von 2014 bis 2017 haben lokale und internationale Akteure sich an der Rekonstruktion beschädigter Dörfer und Schreine, an der Betreuung von Überlebenden sowie an der politischen und kulturellen Mobilisierung von Diasporagemeinschaften in Europa und im Kaukasus beteiligt.

Nadia Murad mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet

**2018** — Nadia Murad, eine jesidische Überlebende und Aktivistin, die 1993 geboren wurde, erhielt 2018 den Friedensnobelpreis; die Auszeichnung verstärkte das internationale Bewusstsein für jesidische Überlebende und für die Notwendigkeit von Gerechtigkeit und Entschädigungen erheblich.

Laufende Debatten über Rückkehr, Reintegration und kulturelle Erhaltung

**Early 2020s** — Bis in die frühen 2020er Jahre verhandeln Jesidische Gemeinschaften weiterhin über die Rückgabe von Land, die rechtliche Anerkennung von Überlebenden, den Erhalt heiliger Stätten wie Lalish sowie über Richtlinien zu Ehe und Konversion im Kontext von Diaspora-Druck und politischer Auseinandersetzung.

Sources

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