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Islam

Zaidi-Schia

Ein Zweig des Schiismus, der in dem Aktivismus von Zayd ibn ʿAli verwurzelt ist und zu einem eigenständigen jemenitischen Imamat sowie einer lebendigen juristischen und politischen Tradition führte, die oft als die 'Fünfer' des Islam beschrieben wird.

701 - PresentMiddle East8th century CE
Zaidi-Schia

Quick Facts

Period
701 - Present
Region
Middle East
Key Figures
al‑Mansūr al‑Qāsim (Qāsim ibn Muḥammad al‑Sanʿānī), al‑Qāsim al‑Rassī, Imam Yaḥyā Muḥammad Ḥamīd al‑Dīn +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Der Aufstand und Tod von Zayd ibn ʿAlī

**740** — Zayd ibn ʿAlī führte 740 n. Chr. einen Aufstand in Kufa gegen die umayyadische Provinzbehörde an und wurde im Kampf getötet. Für die Zaydi-Anhänger markiert dieses Ereignis das moralische und politische Exempel, das das Modell des Imamat der Tradition definiert — einen Führer, der aktiv gegen Ungerechtigkeit opponiert; für Historiker ist es ein Datenpunkt im größeren Muster der Unruhen des achten Jahrhunderts.

Tod al-Qāsim al-Rassī und Konsolidierung des zaiditischen Gedankens

**c. 860** — Der Tod von al‑Qāsim al‑Rassī um 860 n. Chr. markiert das Ende einer prägenden Periode, in der theologische und juristische Rahmenbedingungen, die mit dem Zaidismus verbunden sind, formuliert wurden. Seine Schriften beeinflussten nachfolgende zaiditische Juristen und lieferten intellektuelle Ressourcen, die später im Jemen übernommen wurden.

Die Mission von Yaḥyā ibn al‑Ḥusayn nach Jemen

**897** — Yaḥyā ibn al‑Ḥusayn (al‑Hādi ilā al‑ḥaqq) kam in die nördlichen jemenitischen Hochländer und gründete ein imamitisches Zentrum, wodurch das Rassid-Imamat ins Leben gerufen wurde, das die zaiditische Präsenz im Jemen verankerte. Diese Migration verlegte das geografische Zentrum der Bewegung von Irak auf die Arabische Halbinsel.

Osmanische Beteiligung im Jemen

**1538** — Die osmanische Marine- und Militäraktivität im sechzehnten Jahrhundert, beginnend mit Einfällen um 1538, brachte Teile Jemens unter osmanischen Einfluss. Zaidi-Imame leisteten zu verschiedenen Zeiten Widerstand, was zu Zyklen osmanischer Kontrolle und zaiditischer Autonomie führte.

Der Aufstand von Al‑Mansūr al‑Qāsim und die Zaidi‑Erneuerung

**1597** — Qāsim ibn Muḥammad (später al‑Mansūr al‑Qāsim genannt) führte einen Zaidi-Aufstand gegen die osmanische Autorität und stellte erfolgreich das Imamat in Teilen der Hochländer wieder her, was eine frühmoderne Wiederbelebung der Zaidi-Herrschaft markierte.

Ende der osmanischen Herrschaft und die Konsolidierung des Mutawakkilitischen Imamats

**1918** — Nach dem Rückzug der Osmanen nach dem Ersten Weltkrieg konsolidierte die lokale zaiditische Führung die Macht in den Hochländern, was zur Gründung des Mutawakkiliten-Königreichs Jemen unter dynastischen Imamen führte, die zaiditische Legitimität beanspruchten.

Attentat auf Imam Yaḥyā

**1948** — Imam Yaḥyā Muḥammad Ḥamīd al‑Dīn, ein zentraler moderner Imam, dessen Herrschaft die frühen staatlichen Institutionen der Zaiditen im 20. Jahrhundert prägte, wurde 1948 ermordet; dieses Ereignis leitete eine Phase politischer Unruhen ein, die die jemenitische Politik zur Mitte des Jahrhunderts beeinflusste.

Revolution der Nordjemenitischen Republik

**1962** — Ein Militärputsch und eine republikanische Bewegung im Nordjemen stürzten das Mutawakkilitische Imamat und erklärten die Jemenitische Arabische Republik, was eine bedeutende Umstrukturierung der zaiditischen politischen Autorität und der Staatsstrukturen markierte.

Vereinigung von Nord- und Südjemen

**1990** — Die Republik Jemen wurde durch die politische Vereinigung der Jemenitischen Arabischen Republik (Nordjemen) und der Demokratischen Volksrepublik Jemen (Südjemen) gebildet, was die nationale Regierungsführung umgestaltete und die Interaktion der Zaidi-Gemeinschaften mit dem Staat beeinflusste.

Beginn des Houthi-Aufstands (Erster großer Konflikt)

**2004** — Eine bewaffnete Rebellion, die im nördlichen Gouvernement Saʿdah ihren Ursprung hatte, begann im Jahr 2004 und betraf eine Gruppe, die mit einer zaiditischen Erneuerungsbewegung verbunden ist; der Konflikt führte zu mehreren Runden von Gewalt und veränderte die lokalen politischen Dynamiken. Wissenschaftler betrachten die Bewegung als eine, die auf der zaiditischen Identität basiert, während sie gleichzeitig von lokalen sozialpolitischen Unzufriedenheiten geprägt ist.

Einnahme von Sanaa durch eine bewaffnete Bewegung mit zaiditischen Wurzeln

**2014** — Im Jahr 2014 trat eine Kraft, die mit einer Bewegung verbunden ist, die auf Zaidi-Netzwerke zurückgreift, in Sanaa, der Hauptstadt, ein und übernahm die Kontrolle; Analysten betrachten das Ereignis als einen entscheidenden Wendepunkt, der den Bürgerkrieg im Jemen intensivierte und die Position der von Zaidi beeinflussten Akteure in der nationalen Politik veränderte. Beobachter betonen die Komplexität der Motive, die neben der religiösen Identität auch politische, wirtschaftliche und regionale Faktoren umfassten.

Wiederbelebung der zaiditischen wissenschaftlichen Produktion und Debatte

**Early 21st century** — Im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert produzierten zaiditische Gelehrte und Institutionen neue Werke über Jurisprudenz, Geschichte und Recht; Debatten über Reformen, Kodifizierung und die Auseinandersetzung mit modernen Staatsinstitutionen gewannen in wissenschaftlichen und öffentlichen Bereichen an Bedeutung.

Sources

  • encyclopaedia_entry
    The Zaydīs

    Encyclopaedia Iranica entry summarizing Zaidi history, doctrine, and institutions (entry by Wilferd Madelung and others).

  • encyclopaedia_entry
    Zaydism (Zaydī Shīʿism)

    Encyclopaedia Britannica overview of Zaidi beliefs and modern presence, useful for general context and demographics.

  • academic_book
    A History of Modern Yemen

    Paul Dresch. Cambridge University Press, 2000. Comprehensive political and social history of Yemen including Zaidi institutions and modern transformations.

  • academic_book
    An Introduction to Shi'i Islam: The History and Doctrines of Twelver Shi'ism

    Moojan Momen. While focused on Twelver Shi'ism, the work provides comparative material and context for understanding Zaidi distinctives.

  • reference_entry
    The Encyclopaedia of Islam (entry: Zaydiyya)

    Article in Encyclopaedia of Islam offering authoritative scholarship on Zaydiyya doctrine and history (various authors including W. Madelung).

  • academic_book
    The Yemen Between the Ottomans and the Zaydis: Studies in the Political History of Yemen

    Collection and studies on Ottoman–Yemeni interactions and Zaidi responses; useful for early modern and Ottoman-era contexts (e.g., works by historians such as R.B. Serjeant and others).

  • academic_article
    The Huthis and the Dynamics of Zaydi Revivalism

    Analytical pieces by scholars such as Bernard Haykel and others that examine Zaidi revival and contemporary movements in northern Yemen; useful for modern political analysis.

  • academic_book
    Sanaa: An Arabian Islamic City

    R. Serjeant and R. Lewcock. Descriptive and historical study of Sanaa and its social-religious institutions, including Zaidi configurations in urban life.

  • academic_reference
    The Cambridge History of Islam (volumes on the early caliphates and medieval Islamic history)

    Provides background on the early‑medieval contexts in which Zaydism emerged and the broader intellectual currents of the eighth–ninth centuries.

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