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Judaism

Samaritanismus

Eine kleine, lebendige israelitische Gemeinschaft, die ihre eigene Version der Tora bewahrt und das sakrale Leben am Berg Garizim zentriert, während sie Kontinuität mit dem alten Israel beansprucht und sich gleichzeitig in der modernen Politik und der demografischen Fragilität bewegt.

Middle East1st millennium BCE

Quick Facts

Region
Middle East
Key Figures
Abisha (Abisha ben Pinhas), Baba Rabba, Moses (as claimed founder) +1 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Assyrische Eroberung und demografische Störung im Nordreich

**8th century BCE** — Die assyrischen Feldzüge und Umsiedlungspolitiken (häufig auf das späte 8. Jahrhundert v. Chr. datiert, wobei 722 v. Chr. den Fall von Samaria markiert) werden von Historikern allgemein als ein wichtiger Kontext für das Entstehen unterschiedlicher nordisraelitischer Identitäten betrachtet. Wissenschaftler argumentieren, dass Bevölkerungsbewegungen und politischer Zusammenbruch die Bedingungen schufen, unter denen sich Gemeinschaften, die später als Samariter identifiziert wurden, herausbilden konnten; die samaritische Tradition sieht eine Kontinuität zur vorexilischen israelitischen Religion.

Entwicklung einer eigenständigen samaritanischen Text- und Kulttradition

**c. 5th–2nd century BCE (process)** — In den persischen und hellenistischen Perioden scheinen der Samaritanische Pentateuch und ein kultischer Fokus auf dem Berg Garizim zusammenzuwachsen. Samaritaner behaupten, dass das mosaische Gesetz und der Gottesdienst sich auf Garizim konzentrierten; Historiker betrachten diese Ära als prägend, in der textliche Varianten und lokale kultische Praktiken in den nördlichen Hochländern entstanden.

Zerstörung des samaritanischen Heiligtums auf dem Berg Garizim (wie in klassischen Quellen berichtet)

**c. 110 BCE** — Klassische Quellen, insbesondere Josephus, berichten, dass der hasmonäische Führer Johannes Hyrkanus in der späten zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. samaritanische Heiligtümer, einschließlich des Schreins auf dem Berg Garizim, zerstörte. Dieses Ereignis wird allgemein um 110 v. Chr. datiert und markiert einen Bruch im institutionellen Leben der Samariter, der die Spaltung zu den in Jerusalem zentrierten Gruppen verstärkte.

Baba Rabba und die spätantike samaritanische Konsolidierung

**4th–6th century CE (approx.)** — Die samaritanischen Chroniken beschreiben Baba Rabba als einen bedeutenden Reformer und Organisator in der Spätantike, der die priesterlichen Institutionen und rituellen Praktiken stärkte. Historiker verorten den Aufstieg der samaritanischen institutionellen Konsolidierung in diesem breiten Zeitraum, obwohl die Einzelheiten von Baba Rabbas Leben umstritten sind.

Islamische Eroberung und sich verändernder politischer Kontext

**7th century CE** — Die frühen islamischen Eroberungen brachten Samaria und seine Gemeinschaften unter neue politische Herrschaft. Die samaritanischen Gemeinschaften lebten weiterhin vor Ort, passten sich den sich verändernden administrativen und sozialen Gegebenheiten an und bewahrten gleichzeitig das liturgische Leben auf dem Garizim. Diese Ära prägte Muster von Kontinuität und Minderheitenstatus.

Manuskriptbewahrung und lokale Kontinuität

**Medieval period** — Während der mittelalterlichen Jahrhunderte setzten die samaritanischen Gemeinschaften das Kopieren und Bewahren von pentateuchalen Manuskripten in der charakteristischen samaritanischen Schrift fort. Diese Manuskripte, die später mit Namen wie Abisha ben Pinhas in Verbindung gebracht wurden, wurden zu zentralen Punkten des gemeinschaftlichen Gedächtnisses und späteren wissenschaftlichen Interesses.

Europäische Wissenschaft, Manuskriptsammlung und öffentliche Sichtbarkeit

**19th century** — Europäische Orientalisten und jüdische Gelehrte (zum Beispiel Moses Gaster unter anderen) begannen, samaritanische Texte zu studieren und Ausgaben zu veröffentlichen, wodurch die Gemeinschaft in den weiteren wissenschaftlichen und öffentlichen Fokus rückte. Diese Periode beinhaltete auch die Verlagerung einiger Manuskripte und einen erhöhten Kontakt zu westlichen Forschern.

Gründung und Wachstum der Holon-Gemeinschaft

**Early 20th century** — Im frühen zwanzigsten Jahrhundert etablierte eine Gruppe von Samaritern eine gemeinschaftliche Präsenz in Holon (in der Nähe dessen, was später Tel Aviv wurde) und schuf ein zweites geografisches Zentrum, das im modernen Zeitalter für die Interaktionen mit dem israelischen Stadtleben und der urbanen Modernität von Bedeutung sein würde.

Demografische Herausforderungen und moderne Debatten über Ehe und Mitgliedschaft

**Mid-20th century** — Angesichts kleiner Zahlen diskutierten die samaritanischen Führer und Gemeinschaften in der Mitte bis späten des zwanzigsten Jahrhunderts Heiratsregeln, den Status exogamer Ehen und Richtlinien zur Aufrechterhaltung genealogischer Kontinuität. Diese Debatten setzen sich bis ins einundzwanzigste Jahrhundert fort und stellen existenzielle Fragen für die Gemeinschaft dar.

Anthropologische, genetische und textuelle Studien beschäftigen sich mit der Geschichte der Samaritaner.

**Late 20th – early 21st century** — Wissenschaftler aus den Bereichen Anthropologie, Genetik und biblische Studien haben Studien zur Demografie der Samariter, zur Populationsgenetik und zu Manuskripttraditionen veröffentlicht, die Daten hervorgebracht haben, die sowohl von Akademikern als auch von Mitgliedern der Gemeinschaft verwendet wurden, um über Ursprünge und Kontinuität zu diskutieren. Solche Arbeiten veranschaulichen die komplexen Wechselwirkungen von Wissenschaft, Geschichte und Identität.

Jährliches Passahopfer auf dem Berg Garizim

**Annual, contemporary practice** — Jedes Jahr versammelt sich die samaritanische Gemeinschaft auf dem Berg Gerizim zum Passahopfer, ein Ereignis, das in modernen Fotografien und Ethnographien dokumentiert ist und die fortdauernde Zentralität von Gerizim im rituellen Leben der Samaritaner sowie die Persistenz einer alten opferpraktischen Tradition demonstriert.

Zeitgenössische Präsenz in zwei Zentren mit internationaler Aufmerksamkeit

**Early 21st century (time-bound)** — Bis zum frühen 21. Jahrhundert waren die Samariter öffentlich sichtbar in zwei Hauptzentren – dem Berg Garizim (nahe Nablus) und Holon – mit Bevölkerungszahlen im Bereich von mehreren Hundert bis etwa tausend. Die Gemeinschaft zieht internationales wissenschaftliches Interesse, touristische Besuche und zivile Verhandlungen über Erbe und Rechte an.

Sources

  • academic_book
    The Samaritans

    Alan D. Crown, a synthetic scholarly study of Samaritan history, texts, and culture (often cited in Samaritan studies).

  • book
    Samaritans: Past and Present

    Benyamin (Benyamim) Tsedaka, a Samaritan scholar and community member who has written on Samaritan history and identity; useful for community perspectives and modern developments.

  • book
    The Samaritans: Their History, Doctrines and Literature

    Moses Gaster, an early collector and interpreter of Samaritan manuscripts and culture; provides late-19th/early-20th-century scholarship and editions.

  • academic_book
    Textual Criticism of the Hebrew Bible

    Emanuel Tov, especially for discussions of the Samaritan Pentateuch in the context of textual criticism and the history of the biblical text.

  • academic_book
    Samaritans: A Profile

    Reinhard Pummer, a modern scholar who has published accessible overviews and specialized studies of Samaritan religion and texts.

  • reference_article
    Encyclopaedia Britannica — Samaritans

    Concise reference entry summarizing major features of Samaritan history and practice.

  • reference_article
    Encyclopaedia Judaica — 'Samaritans'

    Comprehensive scholarly encyclopedia entry (print and electronic), widely used by scholars of Jewish and Samaritan history.

  • scientific_article
    Genetic studies of Levantine populations and the Samaritans (selected articles)

    Peer-reviewed genetic studies that have examined Samaritan haplogroups and population history; useful for demographic and population-history discussions (see literature by Haber, Nebel, and colleagues).

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